


Die Burgruine Ravensberg liegt in Nordrhein-Westfalen im Teutoburger Wald in der kleinen Stadt Borgholzhausen. Die Ruine wurde um 1080 von Hermann II von Cavelage erbaut und war bis 1346 der Sitz der Grafen von Ravensberg. Die Burg diente zu der Zeit als militärischer Stützpunkt, um das Herrschaftsgebiet zu sichern.
Der Wehrturm mit seinen dreißig Zinnen und der alten Ringmauer war ursprünglich von einem Trockengraben umgeben. Um auf die Burg zu gelangen, mussten die Menschen zu der Zeit eine Zugbrücke passieren. 1673 zerstörte der Fürstbischof von Galen die Burg. König Wilhelm I nutzte die Steine der zerfallenen Burg 1733, um neue Häuser bauen zu lassen. Lediglich der „Bergfried” steht noch bis heute. Ab 1830 setzte sich der Oberpräsident der Provinz Westfalen dafür ein, die Burg zu erhalten und errichtete sowohl eine Aussichtsplattform, als auch 1868 ein Forsthaus, um die Attraktivität als Ausflugsziel zu erhöhen.
Trotz der Erkenntnis, dass die Burg Ravensburg ein wichtiges historisches Denkmal für die ganze Region ist, fehlte lange Zeit das Geld für dringend notwendige Renovierungsarbeiten. Um zu verhindern, dass das Land NRW die Burg an einen privaten Investor verkauft, gründeten die Borgholzhausener 2004 die Stiftung Burg Ravensberg und sammelten fleißig Geld. 2006 wurde mit dem Geld der „Bergfried” saniert.
Die Burg Ravensberg hat sich dank des großen Engagements von einer fast vergessenen Ruine zu einem beliebten Ausflugsziel gemausert. Der tolle Blick von der Aussichtsplattform über das Ravensberger Land ist der beste Beweis, dass sich der Einsatz für das historische Denkmal auf jeden Fall gelohnt hat. Die Stiftung bietet Erlebnisunterricht für Schulklassen, Führungen und historische Veranstaltungen an. Neben der Burg gibt es eine Gastronomie, wo durstige Wandersleute einkehren können, um sich mit Getränken und einem kleinen Imbiss zu stärken. Geöffnet ist die Burg Mittwochs bis Sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr.
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